Ungedeckter Therapiebedarf

Lawson mit seinen Eltern Thomas und Chelsea

Lawson, 4 Jahre alt, und seine Eltern, Thomas und Chelsea

Ungedeckter Therapiebedarf

Im Laufe des Lebens kann Achondroplasie zu schweren und beeinträchtigenden Komplikationen führen, die eine verringerte Muskelfunktion, chronische Schmerzen, eingeschränkte Mobilität und in seltenen Fällen sogar den plötzlichen Tod zur Folge haben. Neben der hohen klinischen Belastung kann Achondroplasie auch die körperliche und mentale gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) erheblich beeinträchtigen.1,2

Die Extremitätenverlängerung ist ein chirurgischer Eingriff, der darauf abzielt, die Knochenlänge zu vergrößern und die Proportionsstörung der Gliedmaßen zu korrigieren. Dieser Eingriff kann jedoch nur an den Röhrenknochen vorgenommen werden, sodass andere achondroplasiebedingte Komplikationen unberücksichtigt bleiben. Darüber hinaus besteht für Patientinnen und Patienten, die sich diesem Eingriff unterziehen, aufgrund seines invasiven Charakters das Risiko für eine Reihe von Komplikationen.1,3

Die Behandlungslandschaft für Achondroplasie entwickelt sich jedoch schnell weiter, wobei neue Therapien entstehen, die nicht nur auf klinische Manifestationen abzielen, sondern auch Komplikationen und Aspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) adressieren, darunter psychische Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Funktionsfähigkeit.4,5

Adressierung der Krankheits­ursache

Es besteht ein ungedeckter Bedarf an Achondroplasie-Behandlungen, die die zugrunde liegende Pathophysiologie adressieren und gleichzeitig die Risiken und Einschränkungen chirurgischer Eingriffe vermeiden.1,6

Dazu ist es wichtig, die anhaltende MAPK-Signalübertragung downstream der konstitutiv aktivierten FGFR3-Variante im gesamten Körper zu adressieren.3,4,7–9

HRQoL = Gesundheitsbezogene Lebensqualität; MAPK = Mitogen-aktivierte Proteinkinase

Referenzen:

  1. Murton, M.C. et al., Burden and Treatment of Achondroplasia: A Systematic Literature Review. Adv Ther, 2023. 40(9): 3639–3680.
  2. Sims, D.T. et al., Specific force of the vastus lateralis in adults with achondroplasia. J Appl Physiol, 2018. 124(3): 696–703.
  3. Semler, O. et al., Vosoritide Therapy in Children with Achondroplasia: Early Experience and Practical Considerations for Clinical Practice. Adv Ther, 2024. 41: 198–214.
  4. McGraw, S.A. et al., Treatment Goals for Achondroplasia: A Qualitative Study with Parents and Adults. Adv Ther, 2022. 39(7): 3378–3391.
  5. Wrobel, W. et al., Advantages and Disadvantages of Different Treatment Methods in Achondroplasia: A Review. Int J Mol Sci, 2021. 22(11): 5573.
  6. Legeai-Mallet, L. und Savarirayan, R., Novel therapeutic approaches for the treatment of achondroplasia. Bone, 2020. 141: 115579.
  7. Pauli, R.M., Achondroplasia: a comprehensive clinical review. Orphanet J Rare Dis, 2019. 14(1): 1–49.
  8. Ornitz, D.M. und Legeai-Mallet, L., Achondroplasia: Development, pathogenesis, and therapy. Dev Dyn, 2017. 246(4): 291–309.
  9. Krejci, P. et al., Analysis of STAT1 activation by six FGFR3 mutants associated with skeletal dysplasia undermines dominant role of STAT1 in FGFR3 signaling in cartilage. PLoS One, 2008. 3(12): e3961.