Über ihre traditionelle Charakterisierung als Skeletterkrankung hinaus kann Achondroplasie ein breiteres Spektrum an systemischen Auswirkungen haben.
FGFR3 wird in zahlreichen Geweben des Körpers exprimiert, was zu einer Vielzahl von Komplikationen führt, die die körperliche und mentale gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) einer Person erheblich beeinträchtigen können.1–5
Klinische Manifestationen
Mögliche klinische Manifestationen der Achondroplasie:
Die klinischen Manifestationen der Achondroplasie sind im Verlauf des Lebens mit erheblichen, potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen verbunden.8
Mögliche Komplikationen im Verlauf des Lebens
Achondroplasie ist mit medizinischen Komplikationen verbunden, die sich bereits im frühen Lebensalter manifestieren und die über die gesamte Lebensspanne der Betroffenen andauern können.8
Erstellt nach Candler, T.P. et al., 20269 und Horton, W.A. et al., 2007.2
* Im Vergleich zu achondroplasiespezifischen Normwerten.
Angesichts dieser erheblichen Belastung ist eine rechtzeitige und wirksame Behandlung unerlässlich, um das Fortschreiten der Achondroplasie zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.8,10
Belastung für die Patientinnen und Patienten
Über die körperlichen Symptome hinaus können die mit Achondroplasie verbundenen medizinischen Komplikationen die Lebensqualität, die körperliche Funktionsfähigkeit und das psychosoziale Wohlbefinden beeinträchtigen.2,11,12
Körperliche Funktionsfähigkeit und Alltag
Ergebnisse von Interviews mit Eltern (n = 36) von Kindern (2 bis < 12 Jahre) über die Auswirkungen der Achondroplasie auf die körperliche Funktionsfähigkeit und das Alltagsleben ihrer Kinder:*,13
- 89 % (n = 32) hatten Schwierigkeiten, Gegenstände oder hohe Stellen zu erreichen
- 67 % (n = 24) hatten Probleme beim selbstständigen Toilettengang
- 58 % (n = 21) hatten Schwierigkeiten beim Baden, Duschen, Waschen oder bei der Körperpflege
- 56 % (n = 20) hatten Schwierigkeiten beim Laufen
- 50 % (n = 18) hatten Schwierigkeiten, lange Strecken zu gehen
- 47 % (n = 17) hatten Schwierigkeiten, körperlich aktiv zu sein
- 47 % (n = 17) hatten Probleme beim An- und Ausziehen
- 42 % (n = 15) hatten Schwierigkeiten beim Treppensteigen
* Eltern von Kindern (2 bis < 12 Jahre) mit Achondroplasie wurden anhand eines Leitfadens befragt, um Beobachtungen zu körperlichen Anzeichen, Symptomen, Komplikationen und Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit, das tägliche Leben sowie das emotionale und soziale Wohlbefinden zu erheben. Die Teilnehmer waren Englisch oder Spanisch sprechende Erwachsene (≥ 18 Jahre), die aktiv an der Betreuung ihres Kindes beteiligt waren. Diese Interviews waren Teil einer größeren Studie, die auch ältere Kinder/Jugendliche und Eltern älterer Kinder umfasste.13
Psychologische Auswirkungen
Für Menschen, die mit Achondroplasie leben, kann die Erkrankung erhebliche psychische Belastungen mit sich bringen, u. a.:14
- Minderwertigkeitsgefühle
- Schlechtes Selbstbild
- Depression
- Angst
- Emotionale Belastung
Emotionales Wohlbefinden
Ergebnisse von Interviews mit Eltern (n = 36) von Kindern (2 bis < 12 Jahre) über die Auswirkungen der Achondroplasie auf das emotionale Wohlbefinden ihrer Kinder:*,13
- 53 % (n = 19) fühlten sich anders
- 47 % (n = 17) verspürten Gefühle von Frustration und Ärger
- 39 % (n = 14) fühlten sich deprimiert oder traurig
- 33 % (n = 12) waren wütend oder verärgert
- 33 % (n = 12) schämten sich oder fühlten sich unsicher
- 31 % (n = 11) verspürten ein allgemeines Gefühl der Verstimmung
- 28 % (n = 10) fanden es schwierig, ihre Erkrankung zu akzeptieren
Ergebnisse von Interviews mit Eltern (n = 36) von Kindern (2 bis < 12 Jahre) mit Achondroplasie über die Auswirkungen der Betreuung ihrer Kinder auf ihr eigenes emotionales Wohlbefinden:†,15
- 44 % (n = 16) fühlten sich gestresst/überfordert
- 67 % (n = 24) machten sich Sorgen um die körperliche Gesundheit ihres Kindes
- 42 % (n = 15) machten sich Sorgen um das soziale Wohlbefinden
* Eltern von Kindern (2 bis < 12 Jahre) mit Achondroplasie wurden anhand eines Leitfadens befragt, um Beobachtungen zu körperlichen Anzeichen, Symptomen, Komplikationen und Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit, das tägliche Leben sowie das emotionale/soziale Wohlbefinden zu erheben. Die Teilnehmer waren Englisch oder Spanisch sprechende Erwachsene (≥ 18 Jahre), die aktiv an der Betreuung ihres Kindes beteiligt waren. Diese Interviews waren Teil einer größeren Studie, die auch ältere Kinder/Jugendliche und Eltern älterer Kinder umfasste.13
† Eltern von Kindern (2 bis < 12 Jahre) mit Achondroplasie nahmen an Einzel- und Fokusgruppeninterviews in den Vereinigten Staaten und Spanien teil, die während der Entwicklung des Messinstruments durchgeführt wurden. Die Analyse identifizierte Auswirkungen auf die Eltern in vier Bereichen, darunter Betreuungsaufgaben, emotionales Wohlbefinden, Familie und Arbeit, und die Ergebnisse flossen in die Entwicklung des Achondroplasia Parent Experience Measure (APEM) ein.15
Soziales Wohlbefinden
Ergebnisse von Interviews mit Eltern (n = 36) von Kindern (2 bis < 12 Jahre) mit Achondroplasie über die sozialen Herausforderungen, denen ihre Kinder möglicherweise begegnen:*,13
- 86 % (n = 31) hatten Schwierigkeiten bei der Teilnahme an Sport oder körperlichen Aktivitäten
- 83 % (n = 30) hatten das Gefühl, so behandelt zu werden, als wären sie jünger als ihr tatsächliches Alter
- 64 % (n = 23) erhielten in der Öffentlichkeit negative Aufmerksamkeit
- 64 % (n = 23) wurden gehänselt oder gemobbt
- 56 % (n = 20) wurden stigmatisiert
* Eltern von Kindern (2 bis < 12 Jahre) mit Achondroplasie wurden anhand eines Leitfadens befragt, um Beobachtungen zu körperlichen Anzeichen, Symptomen, Komplikationen und Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit, das tägliche Leben sowie das emotionale und soziale Wohlbefinden zu erheben. Die Teilnehmer waren Englisch oder Spanisch sprechende Erwachsene (≥ 18 Jahre), die aktiv an der Betreuung ihres Kindes beteiligt waren. Diese Interviews waren Teil einer größeren Studie, die auch ältere Kinder/Jugendliche und Eltern älterer Kinder umfasste.13